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Wozu bremsen gut ist.

Wenn wir keine Bremsen einbauen und sie regelmäßig warten, kümmern sich andere darum. Das ist keine gute Idee, wenn wir voran kommen wollen.

Mein erster Steuerberater als Selbstständiger war ein Idiot. Er hat uns so schlecht beraten, dass es zu einem Haftungsfall kam, für den seine Versicherung eintreten musste. Ich glaube, er ist der einzige Mensch, dem ich zeitlebens Schläge angedroht habe. Er wollte unsere Unterlagen nicht herausgeben, ich war jedoch zwei Köpfe größer als er, so dass alleine die Drohung schon ausreichte. Es war die Zeit der New Economy, wir gaben Vollgas, hatten am Scheitelpunkt 20 Mitarbeiter und jede Menge zu tun. Geld spielte keine Rolle – solange es floss.

Was wir nicht hatten: Jemanden, der uns bremst, wenn wir auf eine Wand zurasen. Doch genau das geschah am Ende der New Economy, als wir, damals in Sachen Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensführung recht ahnungslos, eine falsche und damit teure Entscheidung an die nächste reihten.

Jeder, der sehen konnte und wollte, sah die Katastrophe auf uns zukommen, wir nicht, unser Steuerberater auch nicht.

Bremsen sind dafür da, dass wir schneller fahren können.

Wenn wir sicher sind, dass es Systeme gibt, die uns bremsen, uns schützen, unsere Geschwindigkeit reduzieren, können wir ungleich entspannter aufs Gaspedal treten.

Wenn wir uns dieser Systeme nicht sicher sind oder sie ganz fehlen, ist Vorsicht angesagt, denn dann gleicht eine rasende Fahrt einem Treppenhaus in den Himmel – oder die Hölle, je nach Karma.

Unsere Bremsen sind Steuerberater, Coaches, Netzwerkpartner und im besten Falle auch Bankberater, Aufsichtsräte und der ganze Rest. Dazu Lebenspartner, Kinder, gute Freunde.

Wenn wir selbst keine Bremsen einbauen und sie regelmäßig warten, kümmert sich die Natur darum. Dann sind unsere Ansprechpartner eben Notärzte, Psychiater und Bestatter.

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