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Cocos Oscar.

Alle, die Coco kennen, lieben sie. Bald schon werden alle sie kennen. Warum das so ist, versuche ich hier zu klären. Außerdem verrate ich, warum eine kleine junge Frau das vielleicht beste Investment Deines Lebens ist.

Coco ist unsere Große. Ich bin also höchstmöglich voreingenommen. Und stolz darauf. Unermesslich stolz. Warum? Kurzversion: Aus Sicht der Ärzte ist es erstaunlich, dass sie überhaupt laufen kann, und nicht im Rollstuhl sitzt, denn sie hat ein Spastik. Wenn die Vokabel „erstaunlich“ dafür schon verbraucht wird, wie könnten wir es dann bewerten, dass sie jetzt in Los Angeles (Stadt der Engel!) ein Schauspielstudium an der New York Film Academy (NYFA) abgeschlossen hat? Wie, dass sie dafür in einer Crowdfunding-Kampagne über 30.000 Dollar eingesammelt hat? Wie, dass sie bereits von einer Agentin vertreten wird? Wie, dass ihr Dozenten ihr eine große Zukunft vorhersagen? Wie, dass sie gerade Furore mit ihrer ersten Theaterinszenierung als Regisseurin macht?

All das hatte sie sich vorgenommen.

Wenn das in der Vergangenheit so extrem gut geklappt hat, finde ich die Frage spannend, was sie sich für die Zukunft vorgenommen hat. Denn die Eintrittswahrscheinichkeit, das haben wir ja gelernt, ist hoch. Sie will einen Oscar gewinnen, als erste Schauspielerin mit Behinderung. Für mich, der ich diesen überragend liebenswerten Dickschädel schon so viele Jahre begleiten darf, steht fest: das „was“ ist schon so gut wie erledigt, das „wann“ noch offen. Sie plant für 2037. Ich tippe früher.

Dieser Tage hatte sie Premiere als Regisseurin, in einer Studentenproduktion brachte sie „Ugly lies the Bone“ von Lindsey Ferrentino auf die Bühne. Es ist die Geschichte von Jess, einer Afghanistan-Veteranin mit schweren Verbrennungen, die, zurück in Florida, zwischen traumatischen Erinnerungen und therapeutischen Erfahrungen torkelt. Eine Studentenproduktion von vielen. Nicht mit Coco, sie kann nicht klein rausgeben. Denn nachdem sie auf Instagram für ihr Stück getrommelt hat, meldet sich die Autorin. Sie sei dieser Tage in L.A., ob sie die Inszenierung sehen dürfe. Die New York Film Academy bekommt das mit, organisiert eine Diskussion mit Lindsey und Coco, das Stück und die Veranstaltung werden gefilmt – das machen sie sonst nur mit Hollywood-Stars.

Noch nie habe eine Studentenproduktion an der New York Film Academy so viel Aufsehen erregt. Kein Wunder. Noch nie war Coco dabei gewesen …

Aktuell ist diese unfassbare Coco in einer spannenden Zwischenphase. Sie hat ihr Studium abgeschlossen, wartet auf ihr Visum, mit dem sie in ihrem Bereich wird arbeiten dürfen. Projekte, Aufträge, Filme werden kommen. Wäre sie ein Pfeil, der Bogen wäre maximal gespannt: Der Schütze wartet zitternd, mit Schweiß an der Schläfe und angehaltenem Atem auf diesen einen perfekten Moment, die Finger zu öffnen, die Sehne freizugeben, ausatmen zu können, um zu sehen, wie der Pfeil mit unaufhaltlicher Dynamik ins Ziel fliegt.

Sie ist so kurz davor. Bis zum Treffer braucht Coco noch einmal Unterstützung. Dafür hatte sie sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen und angeboten, unter allen, die sie in dieser Phase unterstützen, die Hälfte ihrer siebten Film-/Fernsehgage zu verteilen. Wieso die siebte? Es sei eine schöne Zahl – und außerdem werden die ersten Projekte sicher noch nicht so gut dotiert. Vielleicht ein Studentenfilm, dann ein Independent-Streifen, dann die erste Nebenrolle bei Netflix, Warner oder Buenavista – alles Nachbarn in L.A. Und der siebte Job, der wird dann knallen. Bei einer Gage von 600.000 Dollar kämen 300.000 Dollar zur Ausschüttung. Meinjanur.

Die Aktion ist eigentlich abgelaufen. Doch ich habe meine Beziehungen zu Coco spielen lassen und sie gebeten, für Leser von „Guidos Wochenpost“ nochmal ein Fenster aufzumachen. Sie hat zugesagt: Alle, die sie bis zum Montag, 1.7. (MESZ, es gilt das Absendedatum) mit mindestens 100 Euro oder Dollar unterstützen, sind dabei, wenn die Hälfte der 7. Gage verteilt wird.

Ich freue mich darauf, mitzuzählen, die Daumen zu drücken und mitzufiebern. Du auch? Dann ran ans Banking und gleiche eine Überweisung (mind. 100 Taler) fertig gemacht an:

Coco de Bruycker
N26 Bank
IBAN DE70430609676011214300

Oder noch einfacher per Paypal an:
paypal.me/nycoco

P.S.: Wenn du mehr über Cocos Geschichte lesen willst, ich habe hier schon mal über sie geschrieben und dabei Rotz und Wasser geheult. Zum mitweinen hier entlang bitte.

P.P.S.: Damit du dich nicht ärgern musst, wenn du im Kino sitzt und ihren Namen groß im Abspann siehst, solltest du jetzt gleich auf der Stelle sofort hastunichtgesehen mitmachen und Coco unterstützen!

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