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Locker zum Unternehmenserfolg.

Es scheint im Social Media Marketing einen Trend zu geben, a) eine Gruppe aufzubauen und dort b) inspirierende Fragen zu stellen, die möglichst gut zum Thema passen und den Austausch fördern. Mein Freund Dennis Tröger fragt in seiner Facebook-Gruppe „Skalieren mit Social Media Marketing“ auch gerne solche Fragen. Eine hat mich nicht mehr losgelassen.

„Was ist für Dich der wichtigste Faktor, um als Unternehmer erfolgreich zu sein?“

„Nicht Zeit gegen Geld zu tauschen“, sagte die Fotografin Lisa Treusch, von der die tollen Bilder mit dem lila Anzug stammen, die ich überall als Profilbilder verwende. „Verkaufen“ wurde häufig genannt, auch „Beziehungsaufbau“. Eine mir Unbekannte sagte „Gewinn“, auch nicht schlecht, schließlich, das sollte keiner je vergessen, ist es die Aufgabe eines Unternehmens, Gewinn zu machen.

Ein anderer gab eine Breitseite der Softskills ab: „Im freien Fluss zu sein. Nur wenn ich im freien Fluss bin, ohne blockierende Glaubenssätze, Limitierungen und Blockaden, bin ich in der Lage aktiv und in entsprechender Resonanz zu kreieren, zu schöpfen.“ Schön gesagt, oder?

Mein Freunde setzten wichtige Duftmarken: Alexander Becker vom gleichnamigen Bürobedarf (alles, wirklich alles auf Zuruf!) sagt, was er lebt und setzt mit „Langfristige Kundenbindung durch Top-Betreuung und -Beratung“. Innovationsberater Hardy Trenschok (bei weitem nicht so jung wie er aussieht) sagt „Fokus setzen. Ohne Fokus zu viele Baustellen. Mit zu vielen Baustellen zu geringer Ertrag + weniger Aufbau von Spezialwissen…“. Webseiten-Sprint-Guru Johannes Goering erinnert trocken an „Verkaufen können! Ohne Sale kein Business.“

Bevor ich verrate, was ich geantwortet habe, hier weitere spannende Einträge: „Mentale, körperliche und finanzielle Gesundheit“, „Einfachtun“, „Don’t be an asshole“, „authentisch sein“, „durchhalten“.

Ich habe geschrieben: „Familie“.

Das war zunächst sehr spontan und ein wenig dem Streben geschuldet, gerne auszuscheren. Ist wie bei dem lustigen Mentalspiel, bei dem nach einem Möbelstück, einer Blume und einem Werkzeug gefragt wird. das Ergebnis ist stabil vorhersehbar. Die allermeisten sagen nämlich Tisch oder Stuhl, Rose und Hammer. Ich sage nie Hammer, ich sage immer Heißluftpistole. Bei Abfragen in Gruppen ein Aufmerksamkeitsgarant. An anderer Stelle habe ich geschrieben: „Wenn der Applaus das Brot des Künstlers ist, ist die Sichtbarkeit und öffentliche Aufmerksamkeit die Marmelade“.

Doch nachdem ich intuitiv „Familie“ geschrieben hatte, sprang das Erklärhirn an und je länger ich darüber nachdenke, desto essentieller erscheint es mir. In allen Dimensionen. Das geht in der Kindheit und Erziehung los. Was Du dort mitbekommst, ist Dein erstes Rüstzeug. Klar, da kommt noch ganz viel anderes nach und in unseren Kreisen ist es en Vogue, hohe Investitionen in Weiterbildung zu wagen. Doch wenn Du als Erwachsener nicht erst mühsam „Schuster bleib bei Deinen Leisten“-Glaubenssätze auflösen musst, ist das schon ein Vorteil.

Dann geht es weiter in die Beziehung, Ehe und eigene Familie. Wenn Du dort keinen Rückhalt hast, wenn Du Dich da aufreiben musst, weil Du nicht verstanden oder über die Maßen gebraucht wirst, kannst Du den unternehmerischen Erfolg vergessen. Und am Ende der Tage kommen Deine Eltern wieder ins Spiel, wenn sich das Blatt wendet und die Kinder zu Versorgern, Verantwortungsträgern und Kümmerern werden, die für ihre Eltern jeden Tag Schlachten gegen Krankenkassen, Ärzte, Apotheken, Sanitätshäuser, Pflegeeinrichtungen und den ganzen Rest führen müssen.

Und schließlich ist so eine Familie, vor allem Kinder, so herrlich erdend. Wenn Du heimkommst oder vom Schreibtisch aufstehst und die riesengroßen Probleme wundervoller kleiner Menschen lösen darfst, ist dies keine neue Last, sondern eine großartige Gelegenheit, Anker zu werfen und sich zu besinnen, zu entspannen und neue Kraft für neue Erfolge zu tanken.

Ich bleibe also dabei: Fokus, Vertrieb und Flow sind unerlässlich für den unternehmerischen Erfolg. Aber ohne Prägung, Rückhalt und Erdung der Familie ist das alles wertlos. Deswegen ergänze ich meinen Eintrag gerne mit dem Kontrapunkt des Werbemittel-Halbgotts Daniel Kreutzer: „Immer locker bleiben, zeitig Feierabend machen“.

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